Ortofon Concorde MK2 Elite – das High-End Abtastsystem für den Vinyl DJ
8. Juli 2025
Als Vinyl-DJ, der seit mehr als zwei Jahrzehnten auflegt und den Klang ebenso ernst nimmt wie das Feeling hinter den Decks, war ich besonders neugierig, als Ortofon das Concorde Mk2 Elite rausgebracht hat. Ich war bis dahin überzeugter Nutzer des Concorde Mk2 Club – eine Nadel, die mich mit ihrer Soundqualität und Performance nie im Stich gelassen hat. Doch das Elite versprach nochmal ein Upgrade – und ich wollte wissen, ob sich das wirklich bemerkbar macht.
Klanglich liegen beide Systeme auf sehr hohem Niveau – keine Frage. Das Mk2 Club bietet mit seinem sphärischen Schliff schon eine warme, druckvolle Wiedergabe, vor allem im unteren und mittleren Frequenzbereich. Ideal für Club-Sounds, bei denen Bass und Groove dominieren. Die 8 mV Ausgangsspannung sorgen für einen kräftigen Pegel – das ist Gold wert in lauten Umgebungen.
Der Mk2 Elite setzt da aber nochmal eine Schippe drauf. Er hat ebenfalls eine Ausgangsspannung von 8 mV, aber durch seinen nackten, elliptischen Diamanten liefert er eine deutlich präzisere Abtastung. Höhen klingen brillanter, das Stereobild ist breiter, und insgesamt wirkt der Sound transparenter – feiner aufgelöst, ohne an Druck zu verlieren. Gerade bei Tracks mit vielen Details oder klassischeren House- und Funk-Nummern höre ich Unterschiede, die das Club Mk2-System einfach nicht ganz so fein rausarbeitet. Jedoch für wildes Turntablism und Scratch-Attacken ist das Elite Abtastsystem mit elliptischem, nackten Diamant nicht zu empfehlen. Es würde sich zu schnell abnutzen und die Schallplattenrillen auch zu sehr beanspruchen. Es ist zum Anhören und für den absoluten Hörgenuss gedacht.

Ein weiterer Punkt ist die Materialqualität und Verarbeitung: Das Elite System hat eine vergoldete Nadelträgereinheit und eine noch hochwertigere Konstruktion. Das merkt man auch haptisch. Er sitzt bombenfest, sieht edel aus und fühlt sich einfach wie ein echtes Profi-Werkzeug an. Der Preisunterschied ist natürlich da, aber das spiegelt sich auch in der Performance wider.

Fazit aus DJ-Sicht:
- Wer hauptsächlich in Clubs auflegt, vielleicht auch viel mit Timecode arbeitet, und Wert auf eine robuste, bassstarke Nadel legt, ist mit dem Mk2 Club super bedient.
- Wer aber das Maximum an Klang rausholen will – sei es für reine Vinylsets, für High-Fidelity-Liebhaber oder einfach fürs Studio – für den ist das Mk2 Elite ein echter Gamechanger.
Ich persönlich nutze beide – das Club System für klassische Events und das Elite für besondere Gigs oder Recording-Sessions. Es ist ein bisschen wie mit guten Kopfhörern: Man merkt erst, was gefehlt hat, wenn man was Besseres gehört hat.
Unterschiede im Detail
1. Nadelschliff & Diamant
- Mk2 Club: Der Club verwendet einen sphärischen (rund) geschliffenen Diamanten, was die Platte etwas weniger beansprucht und eine hohe Spurtreue bei Backspins und Scratching bietet. Klanglich liefert er einen kräftigen, bassbetonten Sound – ideal für den Cluballtag.
- Mk2 Elite: Der Elite hingegen setzt auf einen nackten, elliptischen Diamanten. Dieser ist nicht auf einem Schaft montiert, sondern direkt befestigt („nude diamond“). Das bringt weniger bewegliche Masse mit sich – und damit eine präzisere Abtastung der Rille. Der elliptische Schliff tastet zudem mehr von der Rille ab als ein sphärischer, was zu einer deutlich höheren Detailauflösung führt – insbesondere im Hochtonbereich und bei komplexeren Mixen.
2. Nadelträger & Materialqualität
- Beim Mk2 Club ist der Nadelträger klassisch aus Aluminium gefertigt – bewährt, robust, aber mit typischer Masse und Steifigkeit.
- Der Mk2 Elite punktet hier mit einem vergoldeten Nadelträger aus Aluminium, was nicht nur optisch hochwertig wirkt, sondern auch eine verbesserte Leitfähigkeit bietet. Die Kontaktstellen sind zusätzlich optimiert, was das Signal sauberer und verlustfreier in den Tonarm leitet.
3. Tracking & Auflagekraft
- Beide Systeme arbeiten mit einer empfohlenen Auflagekraft von 3 g und sind damit optimal auf DJ-Anwendungen wie Cueing und Mixen ausgelegt.
- Der Tracking-Wert des Elite ist durch seine Konstruktion bei gleicher Auflagekraft oft etwas stabiler in der Rille, besonders bei dynamischen Passagen – das reduziert Verzerrungen und verbessert das Klangbild insgesamt.

Starkes Branding endet nicht beim Logo oder bei der klassischen Geschäftsausstattung. Produktbranding macht die Marke physisch erlebbar und schafft dadurch eine deutlich stärkere Verbindung zwischen Marke und Zielgruppe. Musik und insbesondere Vinyl unterstützen diese Form des Produktbrandings auf besondere Weise, weil sie mehrere Ebenen der Markenkommunikation gleichzeitig ansprechen: Emotion, Haptik, Nostalgie, Ritual und Erlebnis . Das Beispiel von Face the Grynd zeigt, wie aus einem alltäglichen DJ-Gegenstand ein individuelles Markenerlebnis entstehen kann: Die DJ-Technik in Form eines Plattenspielers wurde vollständig im Corporate Design von Face the Grynd gestaltet. Farben, Typografie und Logo übertragen die Identität der Fitness-Race-Marke direkt auf das Produkt. Der Plattenspieler ist nicht mehr nur funktionales Equipment, sondern wird selbst zum Teil der Markenwelt. Vinyl besitzt gegenüber rein digitaler Musik eine starke physische Komponente. Eine Schallplatte wird aufgelegt, die Nadel wird positioniert, die Platte dreht sich – das Abspielen selbst wird zu einem kleinen Ritual. Genau diese Haptik passt hervorragend zum Gedanken des Produktbrandings. Der individuell gestaltete Plattenspieler wird nicht nur betrachtet, sondern benutzt und erlebt. Das macht ihn zu einem besonders starken Marken-Touchpoint. Musik macht die Marke emotional. Ein Sound oder ein DJ-Set kann eine Atmosphäre erzeugen und Menschen emotional an einen Ort oder ein Erlebnis binden. Für eine Marke wie Face The Grynd bedeutet das: Die Musik kann Teil der Markenidentität werden und die Energie des Fitness-Races hörbar machen. Die Marke wird damit nicht nur gesehen , sondern auch gehört und gefühlt . Gerade bei einem Fitness-Race ist Gemeinschaft ein wichtiger Bestandteil des Erlebnisses. Musik kann Menschen synchronisieren: beim Warm-up, während des Wettkampfs, bei der Siegerehrung oder der anschließenden Party. Besonders interessant: Die Verbindung von Sport und Clubkultur. Für Face the Grynd entsteht dadurch eine spannende Verbindung: Fitness + Competition + Musik + Clubkultur + Design. Das erweitert die Marke über das klassische Fitness- und Sportumfeld hinaus. Der Plattenspieler kann beispielsweise eine Brücke zwischen Athletik und urbaner Musikkultur schaffen. Der legendäre Technics Turntable SL-1210 überzeugt bei der allgemeinen Menscheit als starkes, langlebiges DJ Tool ohne Kompromisse. Genau das macht es so besonders für ein Markenbranding. Das Image transportiert diese Faktoren mitunter auf das Corporate Branding. Beim "Face-the-Grynd-Plattenspieler" treffen Funktionalität, Design und Markenidentität aufeinander. Die Technik wird dadurch zu einem sichtbaren Bestandteil der Experience und transportiert die Werte und den Charakter der Marke auf eine ungewöhnliche und aufmerksamkeitsstarke Weise. Dadurch entsteht eine Markenwelt, die deutlich größer ist als das eigentliche Race.

Der größte Pluspunkt des XONE:96 ist sein außergewöhnlicher analoger Sound. Während viele moderne Mixer vollständig digital arbeiten, setzt Allen & Heath weiterhin auf einen hochwertigen analogen Signalweg. Das Ergebnis ist ein druckvoller, warmer und sehr transparenter Klang mit großzügigen Dynamikreserven. Gerade Vinyl profitiert davon: Feinste Details einer Pressung bleiben erhalten, Bässe wirken kraftvoll und präzise, während Höhen angenehm offen und niemals scharf erscheinen. Hinzu kommt die hervorragende Phono-Vorstufe. Sie liefert genügend Headroom und sorgt dafür, dass hochwertige Plattenspieler und Tonabnehmer ihr volles Klangpotenzial entfalten können. Für Vinyl-Puristen ist dies einer der wichtigsten Gründe, sich für einen XONE-Mixer zu entscheiden.

Der Bodensee ist ohnehin eine Region, in der man gerne unterwegs ist. Für Vinyl-Fans lässt sich das wunderbar verbinden: ein Tag am See, ein bisschen Kultur, vielleicht ein guter Kaffee – und dazwischen ein Besuch bei Capri Records. Was ich an solchen Plattenläden besonders schätze, ist der persönliche Austausch. Sammler reden über Musikvorlieben, Musiker, Labels und Klangvorlieben. Genau daraus entsteht Vinyl-Kultur. Interessant bei meinem Besuch. Eine kleine Gruppe junger Freundinnen hat sich durch die Vinylregale gekämpft und entdecken in einem Zeitalter voller Streamingplaylisten gerade die analoge Welt für sich. Musik in der Hand halten, ein cooles Plattencover. Es scheint wieder "cool" zu sein, wenn man Vinyl hört.

Es gibt DJ-Mixer, die Geschichte geschrieben haben. Und es gibt Geräte, die selbst unter erfahrenen Sammlern kaum jemand jemals zu Gesicht bekommt. Der Glockenklang Proton gehört zweifellos zur zweiten Kategorie. Während Klassiker von Formula Sound, UREI oder Bozak gelegentlich den Weg auf den Gebrauchtmarkt finden, bleibt der Proton bis heute nahezu unsichtbar – ein Mythos aus deutscher Manufaktur, dessen Name unter Kennern bis heute Ehrfurcht auslöst.

Die SPRIZZ-TOUR ist ein von uns entwickeltes Format (Idee, Gestaltung, Ausstattung, Musikkonzept, Technik, Promotion-Wear), welches wir für eine regionale Brauerei gelauncht haben. Das Event verbindet urbane Atmosphäre, hochwertige Getränke und musikalische Qualität an ausgewählten Locations. Ziel war es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen unkompliziert zusammenkommen, den Moment genießen und in entspannter Umgebung neue Impulse erleben können.

Ein Lamborghini ist für mich weit mehr als eine Automarke. Nach dem nun dritten Event in Europa kann ich für mich sagen, dass es ein Gesamterlebnis aus Design, Sound, Geschwindigkeit und kompromissloser Ästhetik ist. Wenn man im Umfeld eines Lamborghini Events arbeitet, spürt man sofort, dass hier Emotionen inszeniert werden – präzise, laut, elegant und gleichzeitig voller Energie. Als Vinyl DJ faszinieren mich besonders die Parallelen zwischen Musik und Lamborghini. Beide leben von Spannung, Rhythmus und Charakter. Ein V12-Motor hat seine eigene Klangfarbe, genau wie eine seltene Platte auf einem analogen Soundsystem. Nichts wirkt zufällig. Jeder Moment ist kuratiert. Bei meinen Einsätzen auf Lamborghini Events in Europa habe ich erlebt, wie unterschiedlich Menschen auf diese Marke reagieren. Manche bewundern die technische Perfektion, andere die kompromisslose Designsprache oder die Motorsport-DNA. Doch am Ende entsteht immer dasselbe Gefühl: Präsenz. Ein Lamborghini betritt keinen Raum unbemerkt – genauso wenig wie ein guter musikalischer Moment. Besonders beeindruckend ist die Verbindung aus italienischer Tradition und futuristischer Vision. Lamborghini schafft es, Luxus emotional und gleichzeitig extrem modern wirken zu lassen. Genau diese Atmosphäre versuche ich musikalisch aufzunehmen: warme Vinyl-Sounds kombiniert mit treibenden elektronischen Elementen, elegant aber kraftvoll. Events wie die Lamborghini Arena zeigen perfekt, wie stark die Marke heute als kulturelles Erlebnis funktioniert. Motorsport, Lifestyle, Kunst, Musik und Networking verschmelzen dort zu einer eigenen Welt. Für mich als DJ ist das die ideale Bühne, weil Musik hier nicht nur Unterhaltung ist, sondern Teil der gesamten Markeninszenierung. Am Ende bleibt Lamborghini für mich ein Symbol für Leidenschaft ohne Kompromisse. Schnell zu sein reicht nicht – es geht darum, Eindruck zu hinterlassen. Genau das macht die Marke seit Jahrzehnten einzigartig.




